Fotografieren kann man praktisch alles. Was zählt sind die persönlichen Vorlieben. Möchte man seine Familie und Verwandte mit Schnappschüssen festhalten? Naturaufnahmen machen? Sich auf eine bestimmte Tierart spezialisieren? Will man seine Urlaubseindrücke festhalten? Will man private Aufnahmen machen oder künstlerische Fotos, die ein Konzept verfolgen und durchdacht sind? Sich hier zu entscheiden obliegt einem Selbst, obwohl natürlich kein Bereich den anderen ausschließt. Trotzdem kann es gerade zu Beginn hilfreich sein, sich zu überlegen, was man mit seinen Fotos erreichen möchte.
Ist man sich über mögliche Motive im Klaren, kann man sich an die Wahl einer Kamera machen. Hier gibt es eine große Palette an Möglichkeiten. Die meisten werden sich heute für eine digitale Kamera entscheiden, analoge Fotografie, das bedeutet, dass man Kameras verwendet, die noch einen Film haben, ist immer mehr am aussterben, da solche Kameras gar nicht mehr hergestellt werden. Die zweite Entscheidung, die man in diesem Bereich treffen muss, ist, ob man eine Kompaktkamera oder eine Spiegelreflexkamera haben möchte. Kompaktkameras sind, wie der Name es bereits sagt, kleiner und kompakter als Spiegelreflexkameras. Dadurch können sich jederzeit mitgenommen werden und eignen sich gut für schnelle Schnappschüsse und spontane Situationen. Die Bildqualität von den heute gängigen Modellen ist durchweg sehr gut, auch wenn sie natürlich hinter den Aufnahmen einer Spiegelreflexkamera zurückbleiben. Diese bieten eine sehr gut Bildqualität und haben häufig viele unterschiedliche Einstellmöglichkeiten, so dass man sein Bild stark selbst beeinflussen kann. Das ist für Experten oft gut und interessant, für den Laien und Neueinsteiger kann das aber oft überfordernd sein und zu einer schnellen Frustration führen. Ein weiteres Problem mit Spiegelreflexkameras ist auch, dass sie im Vergleich schwer und unhandlich sind. Hier kommt man dann wieder auf die erste Frage zurück: Was will man fotografieren? Aus den genannten Gründen eignen sich für Familienaufnahmen Kompaktkameras meistens besser. Geplante Aufnahmen sind durch die bessere Bildqualität meistens schöner, wenn sie mit einer Spiegelreflex fotografiert werden.
Für den Anfänger bietet sich aber eine einfachere Kamera an, vor allem auch, weil aktuelle Spiegelreflexkameras meistens recht teuer sind. Hier kann es auch helfen das Vorgängermodell zu kaufen, da diese meistens deutlich günstiger zu erstehen sind, aber technisch noch vollkommen ausreichen. Ausschlaggebend ist auch nicht die Kamera allein; jeder Fotograf muss seinen eigenen Stil und seine eigene Bildsprache finden.
Um so etwas zu erlernen gibt es zum Beispiel zahlreiche Fotokurse, die meisten Volkshochschulen bieten regelmäßig Veranstaltungen an. Hier lernt man, wie man besonders geschickt Bildausschnitte wählt und auch den technischen Hintergrund der Kameras, so dass es einfacher wird die Materie zu verstehen. Auch Bücher und Zeitschriften gibt es in großen Mengen. Viele sind sehr theoretisch, aber einige sind auch mit sehr praktischen Beispielen ausgestattet. Hier muss sich jeder selbst umgucken, um zu probieren, welche „Lehrmethode“ einem am Besten liegt. Das Einzige, was allerdings wirklich hilft und zu Erfolg führt, ist die Übung. Wer Fotos machen möchte, muss eine Weile üben, um herauszufinden, wie er das Gewünschte gut umsetzen kann. Man muss erst lernen einen gewissen Blick für die eigenen Fotos zu bekommen. Was dann allerdings ein gutes Foto genau ausmacht, das liegt wieder bei jedem Selbst. Das ist auch einer der Gründe, der das Hobby Fotografieren so spannend und vielfältig macht.