Von der Idee zum Film

Kategorie: Videografie

Bei der Videografie handelt es sich um das Erstellen und auch Bearbeiten von bewegten Bildern. Es ist damit sehr eng mit den Themen und auch Problemen der Fotografie verbunden. Und auch wie bei diesem Thema muss man sich bei der Videografie erst mal in einigen grundlegenden Punkten entscheiden: Was genau will man aufnehmen und vermitteln? Welche Mittel will man dazu einsetzen und mit was für einer Videokamera kann man das Gewünschte am besten erreichen?

Es gibt unterschiedlichste Arten von Filmen. Mancher, der sich dafür interessiert, will nur kleine Filme über seine Familie drehen, beispielsweise die ersten Schritte des Kindes festhalten. Andere möchten ganze Geschichten erzählen, Dokus drehen oder sich selbst künstlerisch ausdrücken. Auch wenn man die Bereiche gut miteinander verbinden kann oder sich auch in allen vertiefen kann, sind Eingangsüberlegungen über die Art des Films nicht verkehrt und können helfen.

Wichtig ist nämlich auch die Wahl der Kamera. Von der kleinen Kamera, die man immer dabei haben kann, bis zur großen Profikamera, die zwar großartige Bilder liefert, aber auch etwas unhandlich ist, ist alles dabei. Zudem kann man sich auch noch entscheiden, ob man die Daten direkt digital auf einer Speicherkarte haben möchte oder ob man Filmbänder benutzt. Für einen Einsteiger in diese Kunstform eigenen sich oft die einfacheren, kleineren Kameras besser. Sie sind technisch meistens nicht so überfordernd, liefern aber trotzdem ein gutes Ergebnis. Profikameras sind erstens sehr teuer und zweitens braucht man meistens noch mehr Equipment dazu.

Wichtig beim Video, wie auch beim Foto ist, dass man seinen eigenen Stil findet und herausfindet, was man selbst machen möchte. Beim Umsetzen der Ideen kann es zum Beispiel helfen sich Filme von anderen Künstlern anzusehen, die in gleiche Richtung arbeiten, und zu analysieren, wie sie ihre Bilder erzeugen und ob einem das gefällt oder was man lieber anders machen möchte. Der Weg zum eigenen Stil führt meistens über viel Testen und Experimentieren. Man muss lernen einen Blick für das passende Bild zu finden. Beim Film ist zudem nicht nur das Bild wichtig, auch Filmschneiden, Musikeinspielen und alles Weitere ist Teil der Kunstform Videografie. Zur nachträglichen Filmbearbeitung gibt es unterschiedliche Programme und Software. Auch hier reicht die Spannweite wieder von kostenloser Amateuersoftware bis hin zu kostspieligen Profiprogrammen. Am besten berät man sich vorher umfassend über die einzelnen Programme, die meisten Hersteller bieten eine Testversion an. Jeder Benutzer hat andere Wünsche und Vorlieben, so dass jeder für sich herausfinden muss, was ihm liegt.

Filme machen, das heißt einen Film von der Idee bis zum Endprodukt begleiten, ist ein Anliegen, das in vielen Kursen, die zum Beispiel von der VHS angeboten werden, verfolgt wird. Auch viele unabhängige Anbieter bieten Möglichkeiten zum Filmemachen an. Hier muss man sich über die einzelnen, lokalen Möglichkeiten im Internet informieren. Für die meisten Kurse braucht man keine eigene Kamera, alles Material und die Räumlichkeiten werden gestellt. Hier lernt man dann, was alles zu einem Film gehört, und auch viel technisches Hintergrundwissen, das einem bei der Erstellung des ersten komplett eigenen Films sicherlich hilfreich ist.

Abgesehen von den technischen Details ist jeder Filmemacher sehr frei in der Gestaltung seines Films. Alles ist eine Frage des eigenen Geschmacks. Und das zu erforschen und die eigenen Möglichkeiten zu entdecken ist ein Punkt, der das Hobby Video und Film so unverwechselbar und spannend macht.