Zur Vorbereitung der Einrichtung des Gartens nach Feng Shui erstellt man eine sogenannte Bagua, das bedeutet, man teilt den Grundriss des Gartens in neun gleich große Felder ein, dabei wählt man möglichst die Form von drei mal drei Reihen. Die meisten Gärten sind keine exakten Rechtecke, aber es kommt hierbei auch nur auf eine ungefähre Einteilung an. Diese Felder auf der Bagua stellen nun die neun wichtigsten Lebensbereiche dar. In der ersten Reihe befinden sich Reichtum, Ruhm und Partnerschaft, in der zweiten Reihe Familie, Taiji und Kinder und auf der untersten Reihe Wissen, Karriere und Freunde. Die Grundlinie liegt immer an der Eingangsseite des Gartens. Nach der Einteilung beschäftigt man sich nun mit der Einrichtung der einzelnen Bereiche.
In dem Reichtumsbereich eigenen sich zum Beispiel kräftige, starke Pflanzen, die Ecke sollte hell sein und auch Wasser eignet sich gut in diesem Bereich gut. Die Wahl, welche Pflanze man nimmt, hängt sehr stark von den eigenen Vorstellungen von Reichtum und Bereicherung an. Manche empfinden vielleicht Sonnenblumen als Wohlstandssymbol, während andere sich eher für eine praktische Gemüsesorte entscheiden. Wichtig ist, was für einen selbst wichtig ist, da es um den eigenen Garten und die Harmonie von einem selbst geht.
Ruhm bezieht sich im Feng Shui nicht nur auf die Leistungen, sondern es geht auch viel um das Ansehen und die Frage, wie man bei anderen ankommt. Bei Problemen in diese Punkte können glänzende und glitzernde Gartenaccessoires helfen, sowie Lampen und Leuchten. Auch natürliches Sonnenlicht kann das Ansehen verbessern.
Partnerschaft ist ein wichtiger Lebensbereich, es geht nicht nur um die Partnerschaft zum Lebenspartner, sondern auch um alle anderen Beziehungen. Wer hier unter Stress leidet, sollte viele blühende Pflanzen und bunte Blumen in diesem Bereich pflanzen. Alles, was gedeiht und lebt, unterstützt den positiven Energiefluss.
Die zweite Reihe beginnt mit der Familie. Die besteht aus der Kernfamilie, entfernten Verwandten und auch Vorfahren. Ein Gartentisch, an dem man sich treffen kann, ist von daher ein guter Gegenstand für diesen Ort. Auch Wasser fördert eine gute Verbindung. Ist diese Ecke im Garten unaufgeräumt, lohnt sich das Entrümpeln auf jeden Fall, Konflikte können so aus dem Weg geräumt werden und das ganze Verhältnis kann bereinigt werden. Ist dieser Bereich einmal aufgeräumt, sollte man dafür sorgen, dass eine gewisse Grundordnung auch bestehen bleibt.
Die Mitte des Gartens ist das Taiji, also das Zentrum für Lebenskraft und Lebensfreude. In Mittelpunkt ist eigentlich alles erlaubt, was dem Gartenbesitzer Freude bereitet und ihn positiv aufbaut. Das kann die Einrichtung nach dem Vorbild von Zen-Gärten sein, ein Springbrunnen oder andere Gegenstände.
Im Kinderbereich haben nicht nur Spielzeuge ihren richtigen Platz, sondern auch alle kreativen Gegenstände. Bemalte Blumentöpfe, getöpferte Skulpturen oder ähnliche Sachen. Auch Beete, die Pflege brauchen und Ernte einbringen, sind hier richtig. Zum Beispiel Gemüsebeete oder auch Beerensträucher.
Der Bereich Wissen ist ein ruhiger Platz. Es geht um die Bündelung von Energien und das Entspannen und Träumen. An diesen Ort sollte man also nicht zu viele Pflanzen pflanzen oder Gegenstände aufstellen, die die Gedanken ablenken könnten.
Karriere steht einerseits für den beruflichen Erfolg, andererseits aber für den gesamten Lebensweg und die Erfüllung von Aufgaben, die man an sich selbst steht. Alles Geschwungene, wie zum Beispiel Wege, und alles, was fließt, wie Wasser, hilft die Energien im Fluss zu halten und für ein Weiterkommen zu sorgen.
Im Bereich Freunde ist entscheidend, dass die einzelnen Objekte ihrer Wahl nicht alleine stehen, alles sollte mehrfach vorhanden sein, um die Verbundenheit zu symbolisieren.
Feng Shui ist keine exakte Wissenschaft, es geht darum, dass man sich selbst in seinem Garten wohlfühlt. Hat man Probleme in einem bestimmten Bereich, kann es helfen in diesem Punkt einmal den Garten zu untersuchen und Dinge, die einen dort stören, zu ändern.