Aquaristik

Kategorie: Teichbau

Vielmals als langweiliges Hobby verschrien, bereitet die Aquaristik doch viel Spaß und Abwechslung, wenn man sich näher damit beschäftigt. Zur Aquaristik im Freizeitbereich gehört die Ausstattung und Pflege eines Aquariums sowie die Versorgung der Fische, die darin wohnen.

Bevor man sich ein Aquarium anschafft, sollte man sich umfassend informieren, welche Kosten entstehen und wie groß der Zeitaufwand ist. Auch die Wasserwerte, die das heimische Wasser hat, müssen erfragt werden, damit dann geprüft werden kann, welche Fische darin leben können. Man kann Wasserwerte auch aufwerten, doch am Anfang ist es am einfachsten, den Fischbestand an das Wasser anzupassen als umgekehrt. Auch eignet sich für den Anfang ein Süßwasseraquarium deutlich besser als ein Salzwasseraquarium. Ein weiterer Tipp für Einsteiger ist ein möglichst großes Becken anzulegen, da sich hier eventuelle Fehler nicht sofort auswirken, während in einem kleinen Becken Wasser und Fische sofort reagieren. Ein Punkt, über den man sich vorher Gedanken machen sollte, ist ebenfalls der Stellplatz des Aquariums. Ein Aquarium hat ein beträchtliches Gewicht und muss von daher stabil und sicher stehen. Auch direktem Sonnenlicht sollte es nicht ausgesetzt werden, da sich sonst vermehrt Algen bilden können. Trotzdem sollte das Aquarium natürlich so stehen, dass man es gut sehen kann, damit man es ungestört beobachten kann. Im Fachhandel kann man die Becken kaufen, dazu braucht man noch eine Heizung, Wasserfilter und die Beleuchtung. Oft gibt es Komplettsets, allerdings muss hier genau auf die Qualität geachtet werden. Auch der Sand und die Steine für den Untergrund, sowie die Bepflanzung können im Fach- und Zoohandel gekauft werden. Hier ist es wieder wichtig, dass man vorher weiß, welche Fische man anschafft, damit die Gegebenheiten dann angepasst werden können. Manche Fische brauchen auch Höhlen oder größere Steine hinter denen sie sich zurückziehen können. Zusätzlich zu diesen Sachen sind Thermometer und Produkte zum Reinigen der Scheiben sehr sinnvoll. Neben diesen Fixkosten, die bei der Anschaffung anfallen, fallen dann noch laufende Kosten für Wasser, Strom  und Futter an. Fischfutter findet man heute nicht mehr nur in Zoohandlungen, sondern oft auch im Supermarkt. Hier ist es wieder sehr wichtig, die Qualität zu überprüfen und die Futtermenge genau auf die Fischarten abzustimmen. Zur täglichen Fütterung kommt noch der Wasserwechsel, einmal die Woche sollte ungefähr ein Drittel des Wassers gewechselt werden. Komplettwechsel sind nur sehr selten angebracht. Bei starker Bildung von Algen sollten die Scheiben gereinigt werden und die Ursache erforscht und dann abgestellt werden.

Sind alle äußeren Umstände geklärt und das Aquarium aufgestellt, bepflanzt und befüllt, sollte man es bis zu drei Wochen komplett in Betrieb nehmen bevor die Fische eingesetzt werden. Komplett in Betrieb heißt, dass der Filter, die Heizung und die Beleuchtung laufen sollten und dass auch schon täglich ein paar Futterbrocken ins Wasser gegeben werden sollten. Dadurch können die Bakterien, die das Wasser im Gleichgewicht halten, entwickeln. In dieser Zeit sollten auch die wöchentlichen Wasserwechsel ausgeführt werden. Nach Ablauf dieser Zeit können die ersten Fische vorsichtig ins Aquarium gesetzt werden. Es sollten immer nur wenige Fische im Abstand von mehreren Tagen ins Becken gesetzt werden. So kann sichergestellt werden, dass alle Abläufe im Aquarium stimmen. Auch sollten die Fische nicht einfach in das Aquarium geworfen werden, sie müssen langsam an das Wasser gewöhnt werden. Das Einsetzen eines einzigen Fisches kann sich über mehrere Stunden hinziehen, das sollte man vorher bedenken.Die Einrichtung eines Aquariums ist nicht sehr schwer, beansprucht aber die Geduld und braucht eine längere Zeit. Und gerade am Anfang, wenn es noch nicht eingelebt ist, braucht es mehr Pflege und Aufmerksamkeit. Viele Dinge regulieren sich aber mit der Zeit selbst, so dass der Aufwand immer geringer wird. Dann kann ein Aquarium für eine lange Zeit viel Freude bereiten.