Grillen und Barbecue: Leckeres Fleisch vom Grill

Kategorie: Grillen

Grillen ist für viele mehr als nur das Zubereiten von Fleisch – es ist eine Kunstform geworden, die sich zur Aufgabe gemacht hat das perfekte Stück Fleisch zu zubereiten. Dieser Trend kommt vor allem aus den US, hier wird aber vor allem Barbecue betrieben.

Grillen und Barbecue werden im deutschen Sprachgebrauch immer mehr synonym verwendet, allerdings sind die Zubereitungs- und Garmethoden in beiden Varianten doch sehr unterschiedlich.
Beim Grillen wird das Fleisch direkt über der Glut gegart, die Temperaturen liegen bei 200 bis sogar 300 Grad Celsius. Da die Fleischstücke, die gegrillt werden, meistens eher kleiner sind, liegt die Garzeit bei maximal einer halben Stunde.
Barbecue hingegen bezeichnet eine Garvariante, bei der das Fleisch durch den heißen Rauch gegart wird. Die Temperaturen erreichen hier nur bis zu 130 Grad. Da die Fleischstücke oft größer sind – teilweise wird ein ganzes Schwein auf den Grill gelegt – kann die Zeit, bis das Fleisch fertig ist, bis zu 24 Stunden betragen.

Zum Grillen braucht man neben dem Fleisch in erster Linie auch einen Grill. Es gibt eine große Anzahl unterschiedlicher Grilltypen, die alle Vor- und Nachteile haben. Die billigste Variante ist ein Einmalgrill, den man oft einfach im Supermarkt kaufen kann. Die sind leicht zu transportieren, weil sie sehr klein und leicht sind. Sie bestehen im Wesentlichen aus einer Aluschale, in die die Kohle gefüllt wird, und einem Rost, auf das das Fleisch gelegt werden kann. Nach oben hin ist einem Grill im Wesentlichen keine Preisgrenze gesetzt.
Zum Grill gehört auch immer ein Heizmittel, hier gibt es ebenfalls einiges an Auswahl. Man kann Holzfeuer, Holzglut, Gas oder erhitze Steine verwenden oder man entscheidet sich von Anfang an für einen Elektrogrill, bei dem dann mit einer elektrischen Heizschleife geheizt wird.
Alle Methoden, die mit Holz heizen, unterscheiden sich auch dadurch von den anderen, dass die Hitze des Holzes nicht nur das Fleisch gart, sondern das Holz auch Aromastoffe abgibt und dadurch eine geschmacksintensive Variante ist. Das ist vielfach erwünscht. Gerade beim Barbecue wird oft Hickory, eine Holzart, die es in Nordamerika und Ostasien gibt, verwendet, da der rauchige Geschmack sich außerordentlich gut mit dem Eigengeschmack des Fleisches versteht.

In den USA hat Barbecue und Grillen seit Langem eine Tradition, die immer weitergeführt wird. So hat jede Region ihre eigenen Spezialitäten, oftmals gibt es auch Wettbewerbe um einen Grillmeister zu finden. Dieser Trend setzt sich auch langsam in Deutschland durch. Hier war Grillen lange nur ein netter Zeitvertreib im Sommer, bei dem oftmals das Ergebnis sogar im Hintergrund und der Spaß mit Freunden im Vordergrund stand. Das ändert sich langsam, so dass Grillen auch hier immer mehr einem Wettbewerbscharakter bekommt und das Erzielen von guten Ergebnissen immer wichtiger wird. Dadurch gibt es auch immer mehr Meisterschaften und auch in Deutschland entwickeln sich immer mehr lokale und regionale Spezialitäten, die dann mit einigem Lokalpatriotismus den anderen gegenüber verteidigt und gelobt werden.

Grillen kann im Prinzip jeder lernen. Man braucht einfach nur einiges an Übung, den richtigen Grill, das richtige Brennmittel und ein geeignetes Fleisch. Über den richtigen Grill und auch das passende Brennmittel entscheidet der eigene Geschmack und mit welcher der Alternativen man selbst am besten zurechtkommt. Beim Fleisch gilt, dass es nicht zu mager sein sollte. Auch Fisch sollte fettreich sein. Gemüse sollte man am besten vorgaren und marinieren. Ebenfalls entscheidend ist oft die Wahl der Soßen, mit denen das Grillgut präsentiert wird, doch das ist eine ganz eigene Kunstform.