Die Faltkunst Origami kommt ursprünglich aus Japan, aber auch in Ägypten hat das Papierfalten eine lange Tradition. In Europa hatte die Kunstform in Spanien ihre ersten Anhänger.
Im Allgemeinen sind von den Ergebnissen aus Papier zwei Formen überall bekannt: der japanische Kranich und der Pajarita aus Spanien. Diese traditionellen Kunstwerke werden dort seit langen gefaltet und haben ihre ganz eigene Geschichte und Bedeutung. Die japanischen Kraniche sind zum Beispiel heute Symbol für Frieden und den Kampf gegen Atomkrieg.
Auf Grundlage dieser traditionellen Modelle entwickelten sich dann neue Faltkunstwerke, die immer komplexer wurden und auch immer komplizierter zu falten. Deswegen entstanden in dieser Zeit auch erste Faltanleitungen, die systematisch erklärten, wie ein Modell zu falten sei, weswegen dann auch Laie die komplizierten Figuren problemlos nachfalten konnte.
1960 erregte Origami einiges an Aufmerksamkeit und wurde auch in der Bevölkerung bekannter und beliebter als mehrere Falter, die miteinander befreundet waren, einen Wettstreit austrugen, der zum Ziel hatte möglichst lebensnahe Käfer und andere Insekten zu falten. Zugelassenes Hilfsmittel für den Wettkampf war nur ein quadratisches Blatt, Schere und Kleber durften nicht verwendet werden.
Heute werden in der Origamikunst mehrere Richtungen unterschieden, die alle ihre Anhänger haben.
Die klassische Origami beschränkt sich auf ein quadratisches Papier, das nur gefaltet und sonst nicht bearbeitet wird.
Eher klassisch ist auch Pureland, hier dürfen nur Berg- und Talfalten benutzt werden. Das sind die Grundfaltarten.
In der Modularen Origami werden mehrere identisch gefaltete Teile zu einem Gesamtkunstwerk zusammengesetzt. Das beliebte Schachtelfalten zählt zum Beispiel in diese Kategorie.
Multipiece Origami verwendet ebenfalls mehrere Teile, doch müssen diese hier nicht identisch sein. Des Weiteren wird oft mit Klebstoff gearbeitet, deswegen ist diese Richtung unter denen, die klassische Origami betreiben, nicht sehr hoch angesehen.
Boxpleating beschränkt sich auf das Falten von horizontalen und senkrechten Linien, die in einem Winkel von 45 Grad ihre Richtung wechseln können. Dadurch kann man eine beliebig änderbare Anzahl an freien Flächen erhalten, auch Arme und Beine können ausgeformt werden.
Die Kunstwerke, die bei Iso Area entstehen, sehen im Ergebnis von allen Seiten gleich aus.
Tesselations sind flache Faltwerke, die Muster aufweisen, die sich stets wiederholen.
Wetfolding bezieht sich, wie der Name bereits sagt, darauf, dass die Kunstwerke mit nassem Papier gefaltet werden. Oftmals wird hierfür auch sehr dickes Papier verwendet. Ist das Papier wieder getrocknet, sind die Faltbilder sehr stabil.
Kirigami bezeichnet das Falten mit Einschnitten, hier dürfen also andere Hilfsmittel verwendet werden.
Um Origami zu lernen, gibt es einiges an Literatur und auch an Computerprogrammen. Außerdem kann man viele gute Anleitungen im Internet finden, so dass man immer auf neue Ideen kommt.
Die Literatur teilt sich auf in leichte Anfängerfaltungen, die nur wenige Schritte benötigen bis zur komplexen Erklärung von komplizierten Gebilden. Auch die Computerprogramme sind unterschiedlich schwer zu bedienen und zu verstehen. Hier muss man sich selbst etwas umsehen, um zu entscheiden, welches für einen am besten geeignet ist.
Origami ist ein entspannendes Hobby, bei dem man hübsche und erstaunliche Ergebnisse erzielen kann, die man zum Beispiel gut verschenken und zur Dekoration von vielen Sachen verwenden kann.